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SUMMARY:Musik als Ideologie und Gewalt bei den Massenerschießungen der Juden im Osten\, Milijana Pavlović
DESCRIPTION:Musik als Ideologie und Gewalt bei den Massenerschießungen der Juden im Osten \nVortrag im Rahmen der Ringvorlesung „Kulturen des Klangs“ \nMusik spielte eine sehr wichtige Rolle im Wertesystem des NS-Regimes\, nicht nur als Teil des Kulturlebens im “Dritten Reich”\,\nsondern vor allem als Element der NS-Ideologie – von der Erziehung der Jüngsten bis hin zu den Massenveranstaltungen und dem Alltag an der Front. Das Monopolisieren der Musik als reine deutsche Kunst sah eine Hürde in der “Verjudung”\, wie die Präsenz der jüdischen Künstler und Künstlerinnen von Richard Wagner genannt wurde.\nUnter den Maßnahmen gegen die jüdische Bevölkerung Deutschlands befanden sich auch jene\, die das Musikleben betrafen und als Ziel hatten\, Juden daraus komplett auszuschließen. Die immer brutaleren Maßnahmen zur Verfolgung und physischen Vernichtung der Juden wurden von Musik als extreme Form des Othering begleitet. Die ideologische Komponente der in dieser Art und Weise missbrauchten Musik kann besonders gut am Beispiel der Massenerschießungen der Juden\, die v.a. in den besetzten Gebieten in Polen und der Sowjetunion durchgeführt wurden\, gezeigt werden. \nMilijana Pavlović ist Senior Scientist am Institut für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck. Sie ist stellvertretende Leiterin des Instituts für Musikwissenschaft und der Forschungsstelle Gustav Mahler Innsbruck/Toblach. Promoviert an der Università degli Studi di Ferrara (Italien) 2009\, seit 2013 ist sie an der Universität Innsbruck tätig. Unter ihren derzeitigen Forschungsinteressen befinden sich Musik und Gewalt\, Holocaust\, Geschichte des musikbezogenen Antisemitismus. \n17:30–19:00\n Hörsaal 5.11\, Haus der Musik (5. Stock)\, Universitätsstraße 1\, 6020 Innsbruck
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