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SUMMARY:Vienna Mahler Lecture #7
DESCRIPTION:Tobias Janz: „Musikalische Hypertrophie. Mahlers Sechste Symphonie und der Orchesterklang des Fin de Siècle“ \nDer Klang von Mahlers Musik ist in seiner Idiosynkrasie unverwechselbar. Spätestens seit Adorno hat man ihren individuellen „Ton“ aber auch als musikalische Resonanz ihrer Entstehungszeit\, der allgemeinen kulturellen und gesellschaftlichen Transformationen der Jahrhundertwende mit ihren ästhetisch-normativen Friktionen gehört. Mahlers Klang in dieser doppelten Perspektive musikwissenschaftlich zu erforschen ist ein Projekt\, das nach Interdisziplinarität ruft\, dem im Modus einer allzu rigiden musikwissenschaftlichen Arbeitsteilung die Einheit des Gegenstands aber auch zu zerfallen droht. Von diesen Überlegungen ausgehend entwickelt der Vortrag Ideen zur Analyse des symphonischen Klangs bei Mahler. Trotz neuerer Initiativen zu einer „New Organology“ der Musik und eines gewachsenen musik- und kulturwissenschaftlichen Interesses an Klang\, Sound und Timbre sind entsprechende Zugänge im Kontext der Mahlerforschung überraschend schwach entwickelt. Die Sechste Symphonie bietet\, als reine Instrumentalsymphonie mit einer sehr spezifischen Konzeption des Orchestralen\, dafür vielfache Ansatzpunkte. Der Hypertrophie ihres Orchesterapparats entspricht eine Hypertrophie des Musikalischen\, die eine eigenartige Spannung zur immer wieder betonten Subjektivität des musikalischen Gehalts dieser Symphonie erzeugt.
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LOCATION:Universität für Musik und darstellende Kunst Wien\, Wissenschaftszentrum Gustav Mahler\, Lothringerstraße 18\, Wien\, 1030\, Österreich
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