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2023

ÖGMw-Jahrestagung “Angewandte Musikwissenschaften/ Applied (Ethno-)Musicologies”

vom 16. bis 18. November 2023 an der Gustav Mahler Privatuniversität für Musik in Klagenfurt

Informationen

Fragen nach der Anwendbarkeit von Künsten und Wissenschaften stellen sich immer wieder neu. Derzeit lässt sich das Spannungsfeld verorten zwischen sog. practice-led-Ansätzen, Fragen der Beschäftigbarkeit („employability“) von Absolvent:innen der Musikwissenschaften bzw. musikpraktischer Studiengänge, Forderungen nach politischer Arbeit und mehr Engagement in der Third mission sowie den Traditionen der Musikwissenschaften als Geisteswissenschaften bis hin zum Elfenbeinturm.
Der Begriff Angewandte Musikwissenschaft ist zwar nicht allzu gebräuchlich, reiht sich aber einerseits ein in eine Reihe sogenannter Angewandter Wissenschaften, Disziplinen und Künste und fasst andererseits eine ganze Reihe von Trends (Public Musicology, Ecomusicology) zusammen. Akteur:innen in der Applied Ethnomusicology hingegen, die sich auf Prinzipien sozialer Verantwortung berufen, bringen ethnomusikologisches Wissen durch Interventionen innerhalb einer bestimmten Gemeinschaft zur praktischen Anwendung, was wiederum dieser Gemeinschaft einen Nutzen bringen kann (s. Oxford Handbook of Applied Ethnomusicology). Grundsätzlich sind die angewandten Zweige der Musikwissenschaften, die sich auch gegen nah verwandte Disziplinen wie z. B. Community Music und Musikvermittlung abzugrenzen versuchen, als durchaus öffentlichkeitswirksame Felder zu sehen. Trotz der intradisziplinären Ausdifferenzierung ergeben sich jedoch die gleichen, zentralen und alle Disziplinen der Musikwissenschaften betreffenden Fragen: Inwieweit kann Wissenschaft Musikpraktiken ganz unmittelbar untermauern, ergänzen oder inspirieren? Wie funktioniert das Zusammenspiel der Wissenschaft mit Theorie und Praxis des musicking, sowohl in Bezug auf bestimmte Musikpraktiken als auch bei eher rezeptiven musikbezogenen Tätigkeiten wie Musikhören und Musikerleben? Diesen Fragen widmeten sich internationale Forscher:innen im Rahmen des ÖGMw-Jahrestagung 2023 in Klagenfurt.

Der Freitagnachmittg (17.11.) war traditionsgemäß den Vorträgen und Postern der Sektion Junge Musikwissenschaft gewidmet.

Am Samstag, den 18.11. fand zudem von 9–13 Uhr das Symposium music@AlpeAdria statt; das gleichnamige Netzwerk Music@AlpeAdria (gegründet 2021 an der GMPU durch Helmut Schaumberger, Musikpädagogik, und Jutta Toelle, Musikwissenschaft, derzeit ca. 20 Mitglieder aus fünf Ländern) fungiert als Plattform für neue Ideen transnationaler Zusammenarbeit in der musikwissenschaftlichen und musikpädagogischen Forschung im Alpen-Adria-Raum incl. dem Westbalkan.

Roundtable zum Thema “Sinkende Studierendenzahlen in der Musikwissenschaft”

Informationen

Am 20. Oktober 2023 veranstaltete die ÖGMw an der Universität Salzburg einen öffentlichen Roundtable zum Thema “Sinkende Studierendenzahlen in der Musikwissenschaft”. Diskutiert wurden Fragen wie: Wie entwickelten sich die Studierendenzahlen an den verschiedenen Standorten der Musikwissenschaft in Österreich in den letzten Jahren? Welche Auswirkungen hatten und haben die Pandemie oder andere gesellschaftliche Herausforderungen? Sind scheinbar sinkende Studierendenzahlen vielleicht auch Änderungen in den Studiengangsstrukturen (interdisziplinäre Formate) oder der statistischen Erfassung geschuldet? Wie sehen Studierende die Perspektiven eines Studiums der Musikwissenschaft? Und welche Ideen zur Steigerung der Attraktivität musikwissenschaftlicher Studiengänge gibt es, welche Maßnahmen werden bereits umgesetzt oder erprobt?

Nachruf Gerlinde Haas

Frau Doz. Dr. Gerlinde Haas verstarb am 13. Oktober 2023. Sie war bis 2005 Assistenzprofessorin am Institut für Musikwissenschaft der Universität Wien und Mitglied der ÖGMw. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Forschung und Lehre waren Themen der musikwissenschaftlichen Frauenforschung, insbesondere auch in der der zeitgenössischen Musik. Zusammen mit Eva Marx verfasste sie das Lexikon „210 österreichische Komponistinnen vom 16. Jahrhundert bis zur Gegenwart“ (Residenz Verlag, 2001), das durch die systematische Auswertung v.a. von Zeitungsberichten und Nachlässen eine profunde – und häufig erstmalige – Materialsammlung zu den genannten Persönlichkeiten bereitstellt. Die ÖGMw trauert um eine verdiente Kollegin und spricht den Hinterbliebenen ihr Beileid aus.


2022

Publikationspreis der Musicologica Austriaca 2022

Informationen zu den ausgezeichneten Aufsätzen

Der Preis wurde auf Beschluss der Jury auf 2 Preisträger aufgeteilt:

Jian Yang (Shanghai Conservatory of Music): „The Viennese Style in the Viennese Waltz: An Empirical Study of Timing in Recordings of The Blue Danube

Über die „richtige“ Art, Wiener Walzer zu spielen (salopp gesagt „1 – verzögert 2 – irgendwann 3“), gibt es viele Ansichten und Theorien; v.a. in Wien herrscht die landläufige Meinung vor, dass nur Wiener Orchester aus ihrer ungebrochenen Tradition seit den Zeiten von Lanner, Strauß und Co. quasi genetisch bedingt jene kleinen Verzögerungen und Beschleunigungen beherrschen würden, die dem Walzer den typischen Schwung verleihen. Der vorliegende Aufsatz geht diesem Mythos – man möchte sagen endlich – empirisch auf den Grund, wobei als Versuchsobjekte 34 Aufnahmen des Johann Strauß-Walzers „An der schönen blauen Donau“ aus den Jahren 1934–2022 dienen; 17 davon waren Aufnahmen des Wiener Neujahrskonzertes der Wiener Philharmoniker (also der „Gralshüter“ des originalen Walzer-Schwunges), 17 dienten zum Vergleich und waren gängige Aufnahmen internationaler Orchester. Uns hat die präzise Versuchsanordnung und klare methodische Ausführung, wie diesem Phänomen auf den Grund gegangen wurde, überzeugt, die Logik der Schlussfolgerung, die sich jedoch von übereilten Hypothesen fernhält, wie auch die multimediale Aufbereitung des Beitrags, der dem Charakter des online journals entgegenkommt. Und dass diese Erklärung den Österreichern bzw. den Wienern aus dem fernen China geliefert wird – diese zarte Ironie haben wir mit Augenzwinkern wahrgenommen.

Luiz Mantovani (State University of Santa Catarina): „Fine-tuning Ferdinand Rebay’s Second Sonata in E major for Guitar“

Die Arbeit lenkt das Bewusstsein auf die von der Musikgeschichtsschreibung wenig beachtete Wiener Gitarrenschule des 20. Jhdts. sowie auf die Problematik, wenn Komponisten für Instrumente komponieren, die sie nicht oder nur unzureichend beherrschen. Dies ist der Fall beim österreichischen Komponisten Ferdinand Rebay, dessen Werk durch das Stift Heiligenkreuz seit einigen Jahren intensiv beforscht und beworben wird. Selbst Pianist wurden viele seiner Werke für Gitarre erst durch seine Nichte Gerta Hammerschmid (die Mitglied jener oben angesprochenen Wiener Gitarrenschule war) in eine spielbare Form gebracht. Nicht so die 2. Sonate, für die nun der Autor der Studie versuchte, die Rolle des Vermittlers zwischen dem Willen des Komponisten, den Möglichkeiten des Instrumentes und der musikalischen Praxis einzunehmen. Dieser Brückenschlag von historischer Quellenarbeit über Musikphilologie und Gitarrenspieltechnik zur Praxis in Form einer Edition und einer auf YouTube zugänglichen Einspielung des Werkes ist unserer Meinung in vorbildlicher Weise gelungen.

Statement des Präsidiums zu den Sparplänen des ORF

Wir schließen uns den zahlreichen nationalen und internationalen Stimmen an, die die aktuellen Sparpläne des ORF vehement kritisieren, die jüngst im Interview mit Ingrid Thurnher deutlich wurden.

Hier lässt sich das Interview nachlesen: https://www.derstandard.at/story/2000139561284/thurnher-fm4

Sowie https://www.derstandard.at/story/2000139569800/oe1-muss-900-000-euro-einsparen-zeit-ton-jazz-radiohund

Programm ÖGMw-Tag(ung) 2022

Freitag, 14. Oktober 2022, Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Lothringerstraße 18, 1030 Wien

  • Symposium der Jungen Musikwissenschaft
  • Festvortrag von Elisabeth Bronfen (Universität Zürich): “Nochmals neu gelesen: Was Crossmapping für eine Betrachtung von Oper anzubieten hat”
  • Roundtable “Interdisziplinarität” mit Elisabeth Bronfen (Universität Zürich), Federico Celestini (Universität Innsbruck), Anja-Xiaoxing Cui (Universität Wien), Pia Janke (Universität Wien), Peter Lell (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien), Marie Louise Herzfeld-Schild (Universität für Musik und darstellende Kunst Wie

          


2021

ÖGMw-Jahrestagung 2021 “Hinhören – Zuhören – Weghören / Listening – Focusing – Ignoring”

25.-27. November 2021, online

Die Jahrestagung der ÖGMw wurde 2021 zum Thema “Hinhören – Zuhören – Weghören / Listening – Focusing – Ignoring” von den Kolleginnen und Kollegen der Karl Franzens Universität Graz organisiert. Es handelt sich dabei um die nachzuholende Jahrestagung 2020.

Programm zum Download

Nachruf Elena Ostleitner

Ao. Univ.-Prof.in i.R. Mag.a Dr.in Elena Ostleitner verstarb am 8. Mai 2021. Mit Ihr verliert die österreichische Musiksoziologie eine wichtige Stimme. Lesen Sie hier einen Nachruf von Frau Dr.in Michaela Krucsay. Unsere Gedanken und unser Mitgefühl sind bei den Hinterbliebenen.

Nachruf Eva Badura-Skoda

Prof.in Dr.in Eva Badura-Skoda verstarb am 8. Jänner 2021. Die ÖGMw bedauert diesen menschlichen und wissenschaftlichen Verlust zutiefst. Bei der Generalversammlung am 25. Februar hätte ihr die Ehrenmitgliedschaft der Gesellschaft verliehen werden sollen. Lesen Sie hier einen sehr persönlichen Nachruf der ehemaligen ÖGMw-Präsidentin Prof.in Dr.in Andrea Lindmayr-Brandl. Unsere Gedanken und Mitgefühl gelten den Angehörigen.


2020

Virtueller Rundtisch “Mehrsprachigkeit in der internationalen Musikwissenschaft: Probleme und Perspektiven”

Informationen

Freitag, 11. Dezember 2020
Es diskutierten: Federico Celestini (Universität Innsbruck, Präsident der ÖGMw), Julia Heimerdinger (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien), Andrea Lindmayr-Brandl (Paris Lodron Universität Salzburg), Jürgen Trabant (Freie Universität Berlin), Melanie Unseld (Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, Mitglied im Präsidium der ÖGMw), Alexander Wilfing (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Herausgeber der Musicologica Austriaca)

Publikationspreis der Musicologica Austriaca 2020

Informationen zum ausgezeichneten Aufsatz

Acht Texte unterschiedlicher subdisziplinärer Ausrichtung wurden eingereicht und anonymisiert von einer aus vier Präsidiumsmitgliedern bestehenden Jury begutachtet. Institutionelle Befangenheiten wurden in diesem Prozess berücksichtigt.Die einstimmige Entscheidung der Jury, die vom Präsidium in der Sitzung vom 2. Oktober bestätigt wurde, fiel auf den Beitrag:

 “Listening to Noise and Listening to Oneself. An Analysis of Peter Ablinger’s Orgel und Rauschen” von Marina Sudo, Universität Leuven (BE)

Die Jury hat ihre Entscheidung folgendermaßen begründet:
“Der Text ist eine sehr gut strukturierte, flüssig lesbare und methodisch einwandfreie und detailgenaue Analyse, die auch die subjektive Hörerfahrung und Wahrnehmung der Autorin und damit den Standpunkt der Rezipientin / des Rezipienten in vorbildlicher Weise einbindet, sodass eine über die traditionelle kompositionstechnische Analyse und auch aktuelle primär computergestützte Ansätze hinausgehende innovative Zugangsweise geboten wird. Der Aufsatz widmet sich zudem einem in der zeitgenössischen Musikforschung noch nicht in ausreichendem Maße berücksichtigten Komponisten und ist damit zweifellos ein wichtiger Beitrag zur Erforschung der österreichischen Nachkriegsavantgarde. Nicht zuletzt wird das Medium des online-Journals zur Präsentation der klingenden Inhalte und zur Visualisierung der darzustellende Phänomene innovativ und ansprechend genützt.”


2019

ÖGMw-Jahrestagung 2019: “Austrian Music Studies: Gegenstand – Perspektiven – Konzept”

Informationen

Innsbruck, Haus der Musik 4.–7. Dezember 2019

Organisation und Konzeption: Institut für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck in Kooperation mit dem Doktoratskolleg „Austrian Studies“ der Universität Innsbruck

Österreich ist ein mehrfach politisch, kulturell und historisch aufgeladener Begriff. Semantisch an der Schnittstelle zwischen Habsburgermonarchie und Republik angesiedelt, ist er in jeder historischen Phase auf tiefgreifende Weise zwiespältig. In der Neuzeit löste er sich bald von der ursprünglich topographischen Bestimmung und erhielt eine umfassendere Bedeutung. Seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert wuchs die Spannung zwischen heterogenen Herrschaftsgebieten, Mehrsprachigkeit sowie kulturellen und konfessionellen Differenzen einerseits und zentralistischen Bestrebungen andererseits. Dazu kamen im 19. Jahrhundert nationale Identitätsentwürfe, die dem Vielvölkerstaat entgegentraten und diesen destabilisierten. In der im Vergleich zur Monarchie territorial stark reduzierten Republik manifestierte sich das Bedürfnis einer Selbstbestimmung im Verlauf des hundertjährigen Bestehens in unterschiedlichen Intensitäten und Formen, und zwar von der völligen Aufgabe einer eigenständigen österreichischen zu Gunsten der Idee einer deutschen (Kultur-)Nation bis hin zur bewussten Abgrenzung von Deutschland. Dem durch die Nazis vollzogenen Anschluss hängen heute noch bestimmte politische Lager an. Die Produktion, Rezeption und Pflege von Musik nahm lebhaft an diesen hier nur grob skizzierten Prozessen teil: wurde von diesen mitbestimmt, trug aber andererseits auch bei, diese Prozesse mitzugestalten.

Bei einer solchen herausfordernden Mehrschichtigkeit, Mehrdeutigkeit und Widersprüchlichkeit des Österreich-Begriffs wundert es keineswegs, dass sich im europäischen und angloamerikanischen Raum ein florierendes Forschungsfeld der „Austrian Studies“ bzw. „Austrian Music Studies“ etabliert hat. Eine solche Bezeichnung erscheint auch als Untertitel der Zeitschrift der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft (ÖGMw), „Musicologica Austriaca“ – mittlerweile ein online peer reviewed journal.

In der vom Institut für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck organisierten Jahrestagung der ÖGMw ging es um die musikwissenschaftlichen Dimensionen des (Über)Nationalen, des Post- und Neokolonialen sowie um die Kritik dieser Dimensionen. Musikbezogene Identitätsdiskurse genauso wie durch Musik performativ hervorgebrachte kollektive Identitäten, Fragen des kulturellen Transfers in- und außerhalb des österreichischen Raums, Verflechtungen und Abgrenzungen wurden im Rahmen der Tagung diskutiert.

Gesprächsreihe “Berufsperspektiven”

Informationen

am Institut für Musikwissenschaft/Universität Wien, Studienjahr 2018/19

„Musikwissenschaft studieren – und was dann?“

Früher oder später stehen die meisten Studierenden der Musikwissenschaft vor der Herausforderung, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Um konkrete Impulse für die individuelle Beschäftigung mit relevanten Berufsfeldern zu geben, findet im akademischen Jahr 2018/19 eine Reihe von Gesprächsabenden mit Vertretern aus verschiedenen musikbezogenen Arbeitsgebieten statt – von Künstlermanagement und Journalismus über Festivals bis zur Musikvermittlung. Hierfür konnten viele hochkarätige Gäste gewonnen werden.

Veranstaltet wurde die durch die ÖGMw geförderte Reihe von Studierenden des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Wien, gemeinsam mit Florian Amort, Carolin Krahn und Benedikt Leßmann.

Rückschau auf die Veranstaltung


2018

ÖGMW-Jahrestagung 2018 “Prozesse der Re- und De-Konstruktion in Wissenschaft und Praxis

Informationen

Österreichische Akademie der Wissenschaften, 6.–8. Dezember 2018

Die Jahrestagung der  Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft wurde 2018 in Kooperation mit der Österreichischen Akademie der Wissenschaften veranstaltet.

Unter dem Generalthema „Musik Quellen Denken“ wurden die unterschiedlichen methodischen Zugänge zu einem für alle Musikforschenden zentralen Thema diskutiert. Individuelle (wenn auch zuweilen anonym bleibende) Personen – die zudem durch unterschiedliche Erfahrungen, Wissensstände und Interessen beeinflusst werden – sind als Produzenten und Rezipienten untrennbar mit den musikalischen Dokumenten verbunden. Bei der Reflexion über den Konstruktionscharakter musikalischer Quellen und deren Deutung wird die Vielfalt historischer und gegenwärtiger notierter, bildlicher sowie akustischer Musikquellen, die für historisch, ethnologisch oder systematisch Forschende jeweils unterschiedliche faktische und methodische Implikationen hat, berücksichtigt.

VERANSTALTER: Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen (IKM) der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW); Österreichische Gesellschaft für Musikwissenschaft  

KONZEPT & ORGANISATION / KONTAKT: Mag. Dr. Alexander Rausch (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für kunst- und musikhistorische Forschungen)

Im Rahmen der Jahrestagung fand außerdem das Symposium der JUNGEN MUSIKWISSENSCHAFT statt.

Hier können Sie das Programm und die Abstracts herunterladen.


2017

ÖGMw-Jahrestagung 2017 “Musik lehren – Musik lernen

Die Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft (ÖGMW) fand vom 22. – 25. November 2017 an der mdw.

Im Fokus standen in historischen Längs- und kulturellen Querschnitten drei thematische Schwerpunkte:

  • Autodidaktisches Lernen
  • Orte des Musiklernens und -lehrens
  • Traditionsbildung in oralen Musikkulturen

Informationen hier.

Informationen zur “Jungen Musikwissenschaft” 2017.


2016

ÖGMw-Jahrestagung 2016 “MUSIC AND MIGRATION

Informationen

Paris-Lodron-Universität Salzburg und Universität Mozarteum Salzburg, 6.-8. Oktober 2016

Ortswechsel und Migration, auch Pluri- und Multilokalität werden in der jüngeren kultur-, gesellschafts- und geschichtswissenschaftlichen Forschung in zunehmendem Maße zum Ausgangspunkt von Perspektivwechsel und Innovation. Das wachsende Interesse an Themen im Kontext der „kulturellen Mobilität“ (Greenblatt 2009) hat die These eines „new mobility paradigm“ (Sheller / Urry 2006) begünstigt. Vor diesem Hintergrund erweisen sich die Annahmen von Statik, räumlicher Fixierung und Sesshaftigkeit nur für historische Sonderfälle als zutreffend. Struktur und Methode zahlreicher geisteswissenschaftlicher Fächer, meist von der Annahme von Statik geprägt, stehen damit auf der Probe.
Musik gilt aufgrund ihrer physischen und kulturellen Beschaffenheit in der Regel als beweglich. In geschichtlichen Kontexten von Kolonisierung, Migration, Plurilokalität und Vertreibung können musikalische Handlungen als zentraler Gegenstand des Aneignens und Mitnehmens, häufig sogar als Movens sowohl von Arbeits- als auch Fluchtmigration erkannt werden.

In der Forschung blieb Musik bisher weit überwiegend Gegenstand räumlich fixierter Narrative wie lokaler, regionaler oder nationaler Musikhistoriografie, Musikphilologie, Identitätspolitik. Eine Forschungsagenda, die Migrationsphänomene als Gegenstand ernst nimmt, stellt das Fach Musikwissenschaft deshalb vor neue Herausforderungen.Informationen zur ÖGMW-Jahrestagung: siehe http://www.musik-und-migration.at/

Symposium “Junge Musikwissenschaft” – Programm und Abstracts


2015

ÖGMw-Jahrestagung 2015

ANALYSE – INTERPRETATION – AUFFÜHRUNG – PERFORMANCE
EIN SPANNUNGSFELD DER NEUBESTIMMUNG MUSIKWISSENSCHAFTLICHER METHODEN.

Jahrestagung der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft (ÖGMW) 2015
Universität für Musik und darstellende Kunst Graz (KUG), 18.–21. November 2015

Der Programm-Folder steht hier zum Download bereit.

Studientag “Intermedialität im musikwissenschaftlichen Diskurs. Zum Verhältnis von Auralität, Bildlichkeit und Schriftlichkeit im Digitalen Raum”

Informationen

Studientag der Österreichischen Gesellschaft für Musikwissenschaft
Institut für Musikwissenschaft, Universität Wien
11. Dezember 2015
  
Keynote speakers:  
Wolfgang Schmale (Universität Wien)
Jonathan Sterne (McGill University Montreal)

Aus Anlass der Umstellung und Neupositionierung der Musicologica Austriaca als digitale Open-Access-Zeitschrift veranstaltete die Österreichische Gesellschaft für Musikwissenschaft diesen Studientag, um sich mit Fragen und Konsequenzen zu beschäftigen, die sich aus dieser Umstellung für den musikwissenschaftlichen Diskurs ergeben.

Der Wechsel von einer Print-Publikation zu einem digitalen Publikationsformat ist nicht ein einfacher Transfer von einem Publikationsformat in ein anderes, damit verbunden ist vielmehr ein Transformationsprozess, der zu allererst durch eine neue Intermedialität gekennzeichnet ist. Fragen der Intermedialität, die bislang in erster Linie Gegenstand eines ästhetischen und künstlerischen Diskurses waren, werden zu einem Bestandteil des wissenschaftlichen Diskurses, indem schriftliche, bildliche, filmische und insbesondere auch auditive Quellen im digitalem Raum der Online-Publikation zusammengeführt werden, wodurch sich innerhalb des wissenschaftlichen Publikationsformates neue, zuvor nicht gegebene Interaktionsmöglichkeiten ergeben.

Während die Etablierung digitaler Publikationsformate eine allgemeine Entwicklung gegenwärtiger wissenschaftlicher Praxis darstellt, entsteht für die Musikwissenschaft durch die spezifische mediale Qualität ihres Forschungsgegenstandes eine besondere Verpflichtung aber auch Chance zu einer intellektuellen Auseinandersetzung mit dieser aktuellen technologischen Entwicklung. Dabei finden sich eine Reihe von musikwissenschaftlichen Ansatzpunkten, die für eine Diskussion dieses neuen Momentes fruchtbar gemacht werden können: Mediale Transformationsprozesse sind Gegenstand  des musikwissenschaftlichen Diskurses in Fragen des Verhältnisses bzw. des Übergangs von Oralität zur Schriftlichkeit in der mittelalterlichen Musik. Die Frage medialer Transformationsprozesse ergibt sich im Zusammenhang der Transkription, die in der Übertragung des Oralen/Auditiven in ein Schriftlich/Visuelles ebenfalls einen medialen Transformationsprozess zum Gegenstand hat. Ebenso können die lange Tradition ästhetischer Auseinandersetzung mit dem Thema oder die Performance-Studies als mögliche Ausgangspunkte dienen.

Programm-Komitee: Gregor Kokorz, Federico Celestini, Wolfgang Fuhrmann, Gerda Lechleitner.


2013

Jahrestagung 21.–13.11.2013 in Wien: “Musikhistoriographie(n)”

Programm Jahrestagung 2013

“Das Doktorat an Musikuniversitäten. Aktuelle Praxis und Perspektiven für die Zukunft. Ein Erfahrungsaustausch” am 14.6.2013

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“Streitgespräch” 2013
Musikwissenschaft oder Musikwissenschaften?

am Freitag, 11. Januar 2013, 18 Uhr (HS 1 des Instituts für Musikwissenschaft, Universität Wien) mit emer. o. Univ.-Prof. Dr. Rudolf Flotzinger, Univ.-Prof. Dr. Gerd Grupe, Univ.-Prof. Dr. Christoph Reuter; Moderation: Univ.-Prof. Dr. Regine Allgayer-Kaufmann.

Einen Audiomitschnitt des Streitgesprächs können Sie hier nachhören:

Dateidownload

v.l.: Regine Allgayer-Kaufmann, Rudolf Flotzinger, Christoph Reuter und Gerd Grupe


2012

Symposium 23.-25.11.2012 – “Sympathien – Übergänge – Resistenzen. Unterschiedliche Beziehungsmodalitäten zwischen Klang, Bild und Wort”

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2011

Symposium 2.-4.12.2011 – “‘Synthese Österreich’. Die Bundesländer und die musikalische Identität der ‘Alpenrepublik'”

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“Streitgespräch” 2011
Von der New Musicology zur Neuen Musikwissenschaft

am Montag, 20. Juni 2011 (HS 1 des Instituts für Musikwissenschaft, Universität Wien) mit Prof. Dr. Manfred Hermann Schmid (Universität Tübingen) und Prof. Dr. Michele Calella (Universität Wien); Moderation: Prof. Dr. Birgit Lodes.

Einen Audiomitschnitt des Streitgesprächs können Sie hier nachhören:

Dateidownload

Die Statements von Prof. Schmid und Prof. Calella stehen als pdf-Download zur Verfügung:

Statement Schmid

Statement Calella


2010

Symposium 15.–17.10.2010, „Sound Recording. Musikalische Interpretationen im Vergleich“
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Post-Doc Workshop am 30.9.2010
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2009

Spektrum Musikwissenschaft im WS 2009/10
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Symposium „Junge Musikwissenschaft“ am 7.10.2009
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Post-Doc Workshop am 2.10.2009
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Symposium 31.8.–2.9.2009, „Challenging Music, Dance and Performance: The Electronic Media“
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2008

Symposium 9.–12.10.2008, „Musiktheorie als interdisziplinäres Fach“
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Post-Doc Workshop am 9.10.2008
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Spektrum Musikwissenschaft im SS 2008
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2007

Symposium 19.–21.1.2007, „Niveau – Nische – Nimbus“
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Spektrum Musikwissenschaft im WS 2007/08
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2006

Symposium 3.–6.4.2006, „Wolfgang Amadeus Mozart – Quellenstudien und Aufführungspraxis“
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2005

Symposium 21.–22.10.2005, „Die Vorstellung von Musik in Malerei und Dichtung“
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2004

Symposium 22.–23.10.2004, „Oralität, klingende Überlieferung und mediale Fixierung“
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2003

Symposium 3.–7.11.2003, „Internationales Hugo Wolf-Symposium“
Download des Programms als pdf

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