Gastvortrag | Theresa Schütz: “Theater der Vereinnahmung 2.0”
Der Vortrag unternimmt eine Rückschau auf dominante Entwicklungen im Bereich immersiven Theaters in den vergangenen fünf Jahren, insbesondere seit der Pandemie. Welche Veränderungen inhaltlicher, formaler, produktions- und wirkungsästhetischer Art sind z.B. bei Arbeiten etablierter Gruppen wie SIGNA, Nesterval oder Punchdrunk auffällig? Was lässt sich an den Neuentwürfen immersiven Theaters einer nachfolgenden Künstler*innengeneration beobachten? Wie verhalten sich diese zur stetig weiterreichenden Kommerzialisierung immersiver Formate? Und vor allem: welche Widerständigkeit kann ein zeitgenössisches immersives Theater, das sich der Kunst ästhetischer Welterzeugung widmet, in einer Zeit des ubiquitären postfaktischen und „faketionalen“ (Strässle 2019, 39) Realitäts- und Weltenpluralismus überhaupt noch entfalten?
